Unsere Exkursion am Samstag, 03.07.2004, führte uns bei durchwachsenem Wetter
(Regenschauer) in die
Kochsche Sandgrube in Itzehoe.
Als Fund des Tages kann der Weinbergs-Lauch (Allium vineale) gelten,
der lt
.JANSEN 1986 (Flora des Kreises Steinburg) seit über
50 Jahren nicht mehr im
Kreisgebiet gesehen wurde.
Dieser Lauch befindet sich in wenigen Exemplaren
direkt am Eingang zum Gebiet.
Die reichlich angetroffenen Birkenpilze bescherten mehreren Teilnehmern eine
ergiebige Pilzmahlzeit.
Teilnehmer:
Kristian Gehrken
Eggert Horst
Roland Rosseel
Katrin Schlegel
Dr. Manfred Weiß
Bemerkenswerte Arten:
Wenige Ex. am Eingang zum Gebiet; Blütenstand nur mit Brutzwiebeln, ohne
Blüten;
einziges zur Zeit bekanntes Vorkommen im Kreis Steinburg
In der Sandgrube mehrfach, zur Zeit in voller Blüte
Wenige Ex. in der Nähe des Eingangs
An vielen Stellen auftretend, vielfach abgefressen, noch nicht blühend
(Knospenstadium)
Teilweise sehr kräftige Pflanzen an verschiedenen Stellen, manchmal
umfangreiche Bestände,
zur Zeit in voller Blüte
Öfters
An drei Stellen wenige Exemplare angetroffen, teilweise bereits blühend
Ein Bestand im bewaldeten Bereich der Grube; möglicherweise vom nahegelegen Vorkommen
im
Breitenburger Gehölz abstammend
In den Gewässern ausgedehnte Bestände, zur Zeit teilweise blühend
Mehrfach blühend angetroffen; unverzweigt oder allenfalls in der oberen
Stängelhälfte verzweigt,
daher dieser Kleinart zugerechnet
Zum Teil individuenreiche Bestände, teilweise noch blühend, überwiegend
bereits fruchtend
Größe der jetzigen Population unbekannt; ein blühendes Ex. herausgefischt und
bestimmt.
Bei JANSEN 1986 (Flora des Kreises Steinburg) wird dieser
Wasserhahnenfuß nicht aufgeführt.
Aktuell nur ein weiterer Fundort im Kreis
Steinburg bekannt (Kiesgrube beim NSG Reher Kratt),
wohl gelegentlich
übersehen, aber sicher ziemlich selten
In der Grube ein Ex. angetroffen, das offenbar nicht angepflanzt wurde. Es
sind in der Umgebung
keine urwüchsigen Vorkommen bekannt; da die Art aber
häufig angepflanzt wird, ist es möglich,
dass Vögel die Ansiedlung des
Strauches ermöglicht haben (endozoochore Verbreitung).
Das lange bekannte Vorkommen (möglicherweise größter Bestand in
Schleswig-Holstein)
am Hang ist nur über die Pferdekoppel zu erreichen und
wurde nicht aufgesucht,
da ein Betreten nicht ohne weiteres statthaft ist;
immerhin konnte vom Weg aus ein Strauch
erblickt werden.
Es wurde ein Exemplar dieser Unterart angetroffen, die unterseits weißliche
Blätter aufweist.
