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An der Exkursion des Botanischen Vereins zu Hamburg unter der Leitung von Horst Bertram (über 20 Besucher) nahmen aus unserer AG teil:
Werner Jansen Eggert Horst Hannelore Ryser-Mohr Marianne Kruppa Cordelia Triebstein (direkt aus Hamburg angereist)
Wir waren von der Größe, Struktur- und Biotopvielfalt des Gebiets sehr beeindruckt. Die Exkursion dauerte bis ca. 14.30 Uhr. Für einen Wanderer keine Strecke, waren die 10 km durch den östlichen Bereich des Gebiets zum Schluss ein Eil-Marsch, da Botanisieren ja mehr mit Stehen als mit Gehen zu tun hat. Das Gebiet ist unter anderem gekennzeichnet durch Heide- und Moorflächen, Au- und Bruchwälder, Feuchtwiesen. Wir haben uns fast ausschließlich vorschriftsgemäß auf den Wegen der NSGs aufgehalten und beachteten meistens auch, dass nichts abgepflückt werden durfte. Faszinierend war der Anblick eines Bruchwaldes, in dem die Sumpf-Segge (Carex acutiformis) große Dominanzbestände ausbildete. Für uns besonders interessant war die Bruch-Weide (Salix fragilis), die gewöhnlich häufiger als Bastard mit diversen anderen Weiden angetroffen werden kann, aber als reine Art über weite Strecken sehr selten ist.
Nicht minder erfreut waren wir über ein scheinbar gewöhnliches Wiesen-Schaumkraut, welches sich auf den zweiten Blick als Sumpf-Schaumkraut (Cardamine dentata) entpuppte. Diese Sippe wurde lange Zeit nicht vom gewöhnlichen Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) getrennt. Rothmaler IV (2002:261) verschlüsselt sie als Unterart von Cardamine pratensis; in der Standardliste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (WISSKIRCHEN/HAEUPLER 1998:115) wird sie jedoch als selbständige (Klein-)Art geführt.
Die genaue Verbreitung dieser Art in Deutschland ist unbekannt; zwar gibt es für die einzelnen Bundesländer bereits recht konkrete Angaben im Rothmaler IV (2002:261); diese Angaben bedürfen aber wohl der Überprüfung, zumal sie sich nicht mit der aktuellen Verbreitungskarte von Cardamine dentata decken. So wird für Schleswig-Holstein "verbreitet" angegeben, obwohl die Art im Atlas der Flora Schleswig-Holsteins und Hamburgs (RAABE 1987) nicht berücksichtigt wird. Zurückzuführen ist diese Angabe vielleicht auf "Onkel Willi" (W. CHRISTIANSEN 1953: Neue kritische Flora von Schleswig-Holstein), der bei Cardamine pratensis bereits 2 abweichende Varietäten anführt, die offensichtlich zu dieser Sippe gehören und als "An nassen Orten, häufig. Durch Übergänge mit dem Typ verbunden" bzw. "Nicht selten" bewertet werden. Diese beiden Varietäten sind möglicherweise identisch mit den beiden "Arten" (Cardamine dentata s.str. und Cardamine palustris), die sich nach Auffassung von LOOS (vgl. Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands - HAEUPLER/MUER 2000:719) noch hinter Cardamine dentata verbergen. Im "Rundbrief zur botanischen Erfassung
des Kreises Plön (Nord-Teil)", Jahrgang 5 1996 (1997), Heft 2, gibt es
von E. CHRISTENSEN einen hervorragenden Aufsatz über das Wiesen- und
Sumpf-Schaumkraut, den wir auch im Kreis Steinburg als Bestimmungs- und
Oritentierungshilfe einsetzen sollten; es wird sich möglicherweise
herausstellen, dass das Sumpf-Schaumkraut (Cardamine dentata) auch bei
uns vorkommt und bisher nur unerkannt blieb. Nach CHRISTENSEN 1996
(1997) ist im Kreis Plön Cardamine pratensis die weitaus häufigere
Sippe, die hauptsächlich im Feuchtgrünland vorkommt.
Kranich (1 Ex. auf einer Wiese) Blindschleiche (1 Ex. lange und deutlich betrachtet) Kreuzotter (1 Ex. lange und deutlich
betrachtet) - darunter im Kreis Steinburg bisher nicht (sicher) nachgewiesen: Sumpf-Schaumkraut (Cardamine dentata) Bruch-Weide (Salix
fragilis) - darunter auch im Kreis Steinburg vorkommend: Schuppenwurz (Lathraea squamaria) Filz-Rose (Rosa cf. tomentosa) Kleiner Baldrian (Valeriana dioica) Sumpffarn (Thelypteris palustris) Großes Zweiblatt (Listera ovata) Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha) Wasserfeder (Hottonia palustris) Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara) Wald-Schaumkraut (Cardamine flexuosa |
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