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Leucanthemum vulgare (Fiederöhrchen-Margerite, Magerwiesen-M.), Leucanthemum ircutianum (Zahnöhrchen-Margerite, Fettwiesen-M.) sowie Leucanthemum x superbum (Große Garten-Margerite)   Stand:1.7.2012

Bei der Kartierung sollte stets auf die Unterscheidung der beiden einheimischen Margeriten-Arten geachtet werden, da über ihre Verbreitung und Häufigkeit in vielen Teilen Deutschlands noch Unklarheit besteht. Auch im Kreis Steinburg wurde bei der letzten publizierten umfassenden Bestandsaufnahme der Flora (JANSEN 1986: "Flora des Kreises Steinburg") noch nicht zwischen ihnen unterschieden. Zur Bestimmung sind die mittleren Stängelblätter heranzuziehen. Die Differenzierung kann z. B. vorgenommen werden mit dem Rothmaler Band IV (9. oder 10. Auflage) sowie mit der 20. Auflage von Band 2 (vgl. ROTHMALER 2011:861). Die Abbildungen zu den Arten Nr. 2764 und 2765 auf Seite 502 im "Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands" wurden in der 1. Auflage (HAEUPLER & MUER 2000) vertauscht; in der 2. Auflage (HAEUPLER & MUER 2007) erfolgte die Korrektur. Im Rothmaler-Atlasband werden die beiden Arten aktuell leider (noch) nicht getrennt dargestellt. Die morphologische und ökologische Abgrenzung ist zumindest gebietsweise offenbar unproblematisch (vgl. MEIEROTT 2008: "Flora der Haßberge und des Grabfelds", Band 2, S. 921-922).

Die taxonomische Eigenständigkeit der beiden Arten wird z.B. auch gestützt durch die Ergebnisse folgender Arbeit:

SCHOLZ, Christiane & Ingo UHLEMANN (2001): Leucanthemum ircutianum DC. und Leucanthemum vulgare LAM. in Sachsen-Anhalt

Achtung:

In Gärten trifft man heute in vielen Sorten vor allem großköpfige Kulturhybriden (Köpfe meist über 7 cm Durchmesser) an, die oft fälschlich "Leucanthemum maximum (RAMOND) DC" genannt werden. Es handelt sich hierbei tatsächlich jedoch um Kreuzungen dieser aus den Pyrenäen stammenden Art mit der in Portugal heimischen Leucanthemum lacustre (BROTERO) SAMPAIO, welche folgenden Namen trägt:

Leucanthemum x superbum (BERGMANS ex J. W. INGRAM) D.H.KENT (Synonym: Leucanthemum maximum hort. non (RAMOND) DC) - Große Garten-Margerite

Die Große Garten-Margerite wird in der Natur kaum angetroffen, allenfalls aus Gartenauswürfen oder als Kulturrelikt. Die beiden heimischen Arten dagegen sind oft Bestandteile von Saatmischungen und können sich auch daraus weiter verbreiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
   

 Taxonomische Hinweise