Pflanze des Monats 2013
 

Dezember
Einjähriges
Rispengras

 
November
Winterschachtelhalm

 
Oktober
Wild-Apfel

 
September
Zimbelkraut

 
August
Seide

 
Juli
Ehrenpreis

 
Juni
Kleiner Vogelfuß

 
Mai
Wildtulpe

 
April
Dänisches Löffelkraut

 
März
Hungerblümchen

 
Februar
Hasel

 
Januar
Flechten


 

Pflanze des Monats 2012
 

Dezember
Stechpalme

 

November
Efeu

 
Oktober
Greiskraut

 
September
Eberesche

 
August
Wasserschlauch

Juli
Saatmohn

 
Juni
Heidenelke

 
Mai
Wasserfeder

 
April - Lerchensporn
 
März-
Goldstern

 
Februar- Huflattich
 
Januar- Schneeglöckchen

 

 

   

Ein Pflanzenzwerg - er wächst, wo andere verhungern- das Hungerblümchen 


Man muss sich schon tief bücken, um diesen Winzling genau betrachten zu können!
Das Frühlings-Hungerblümchen (Draba verna) ist eine der kleinsten Blumen aus der Familie der Kreuzblütler. Es wächst auf nährstoffarmen, trockenen Böden und liebt Licht und Sonne.
In Deutschland, ganz Europa und Asien gedeiht es auf Ödland, Dünen, sandigen Äckern und Wegrändern. Schon kleine Ritzen zwischen Gehwegplatten, Kies und Schotter genügen ihm zum Überleben. Dort, wo die Blume einen Lebensraum gefunden hat, ist sie trotz ihrer Winzigkeit nicht zu übersehen, weil sie in dichten  Beständen ihre weißen Blüten zum Licht streckt.

Der Name Hungerblümchen bezieht sich auf die kargen Böden, mit denen das Pflänzchen zurechtkommt. Der wissenschaftliche Gattungsname „draba“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet scharf, brennend, der Artname verna leitet sich vom lateinischen vernus ab und bedeutet Frühling.
Vor Fressfeinden schützt sich die Pflanze wie alle Kreuzblütler durch scharfes Senföl.
Die etwa 4 cm bis höchstens 15 cm hohe Pflanze blüht vom März bis Mai. Aus den rosettig angeordneten Blättern wächst ein aufrechter, unverzweigter Stängel, an dem die Blüten in einer lockeren Traube sitzen. Die Blüte besitzt wie alle Kreuzblütler vier Blütenblätter, die in der Mitte tief eingekerbt sind. Auf den Laubblättern erkennt der Botaniker mit der Lupe feine Gabel- und Sternhaare.
Die Vermehrung erfolgt meist durch Selbstbestäubung. Durch das Schließen der Blüten während der Nacht und bei Regen wird dies begünstigt. Seltener erfolgt die Bestäubung durch Insekten, meist kleine Fliegen oder Wildbienen. Nach der Befruchtung erscheinen im Mai kleine Schötchen, die jeweils 15 bis 35 nur 0,5mm große Samenkörner enthalten. Die reifen Samen werden vom Wind verbreitet. Im Juni ist die Pflanze verdorrt.

Sie überdauert die trockene Sommerzeit als Samenkorn und schon im Herbst ist sie als grüne Rosette wieder da. So überlebt sie den Winter, um im Frühjahr ihre kurze Zeit zu nutzen und ihre zierlichen millimetergroßen weißen Blüten in der wärmenden Sonne befruchten zu lassen.
Im Kreis Steinburg ist das Frühlings-Hungerblümchen wie fast überall häufig.

 

  
    Foto: Daniela Wittorf

 

 

 

Am 09. und 23. März 2013 trifft sich die AG um 13 Uhr 30 zu Arbeiten an ihrem Herbarium in der ehemaligen Jugendherberge, Itzehoe, Juliengardeweg 13-15. Bei gutem Wetter finden Kurzexkursionen statt. Gäste sind herzlich willkommen.