Pflanze des Monats 2013
 

Dezember
Einjähriges
Rispengras

 
November
Winterschachtelhalm

 
Oktober
Wild-Apfel

 
September
Zimbelkraut

 
August
Seide

 
Juli
Ehrenpreis

 
Juni
Kleiner Vogelfuß

 
Mai
Wildtulpe

 
April
Dänisches Löffelkraut

 
März
Hungerblümchen

 
Februar
Hasel

 
Januar
Flechten


 

Pflanze des Monats 2012
 

Dezember
Stechpalme

 

November
Efeu

 
Oktober
Greiskraut

 
September
Eberesche

 
August
Wasserschlauch

Juli
Saatmohn

 
Juni
Heidenelke

 
Mai
Wasserfeder

 
April - Lerchensporn
 
März-
Goldstern

 
Februar- Huflattich
 
Januar- Schneeglöckchen

 

 

 

Flechten – Besiedler extremer Standorte

 

 
Die AG für Botanik im Heimatverband für den Kreis Steinburg e.V. stellt in diesem Jahr jeden Monat eine Pflanze vor, die eine besondere Überlebensstrategie hat.

 

Für dieses Thema bieten die Flechten das beste Beispiel: Sie trotzen Kälte, Hitze und Nährstoffmangel und können dort existieren, wo höhere Pflanzen keine Chance mehr haben. Typische Standorte sind Felsen, Mauern, Gehwegplatten, Dächer, Grabsteine, Bäume, Holz und magere Sandböden. In Gebieten mit sehr guter Luftqualität und ausreichender Luftfeuchte wachsen Flechten sogar auf Metall, lackierten Oberflächen und Glas.

Das Erfolgsrezept der Flechten ist ihre Lebensgemeinschaft aus Alge und Pilz. Die Alge betreibt als Pflanze Photosynthese und liefert dem Pilz Kohlenhydrate, der Pilzpartner speichert Wasser und Nährstoffe und schützt die Alge vor dem Austrocknen.

Nicht geschützt ist die Flechte jedoch gegen nachteilige Umwelteinflüsse wie Luftverschmutzung und Überdüngung. In Schleswig-Holstein finden wir nur noch etwa drei Viertel der Arten, die es vor Beginn der Industrialisierung gab. Die Bemühungen der letzten Jahrzehnte die Luftqualität zu verbessern, zeigten sich am deutlichsten in den Städten, in die empfindlichere Arten wieder einwandern.

Flechten existieren in den unterschiedlichsten Wuchsformen und Farben. Die Kenntnis der Flechtenarten ist von großer Bedeutung für die Beurteilung der Luftqualität. Grob gilt, je üppiger, größer, blättriger und strauchiger Flechten wachsen, desto besser ist die Luftqualität.

Im ländlichen Raum und am Stadtrand kann man die Strauchflechte Evernia prunastri (siehe Foto) häufig auf den Stämmen freistehender alter Eichen an der Wetterseite beobachten. Sie wird im Volksmund „Eichenmoos“ genannt und kommt in Gebieten mit besserer Luftqualität vor

 

  
   Foto: Cordelia Triebstein

Von Januar bis März trifft sich die AG regelmäßig zu Arbeiten an ihrem Herbarium. Bei gutem Wetter finden Kurzexkursionen statt. Gäste sind herzlich willkommen.

 

Weitere Informationen und Kontakt:
Arbeitsgemeinschaft für Botanik im Heimatverband für den Kreis Steinburg e.V.
Cordelia Triebstein
Tel 0172-4508448
info@botanik-steinburg.de
www.botanik-steinburg.de