Pflanze des Monats 2013
 

Dezember
Einjähriges
Rispengras

 
November
Winterschachtelhalm

 
Oktober
Wild-Apfel

 
September
Zimbelkraut

 
August
Seide

 
Juli
Ehrenpreis

 
Juni
Kleiner Vogelfuß

 
Mai
Wildtulpe

 
April
Dänisches Löffelkraut

 
März
Hungerblümchen

 
Februar
Hasel

 
Januar
Flechten


 

Pflanze des Monats 2012
 

Dezember
Stechpalme

 

November
Efeu

 
Oktober
Greiskraut

 
September
Eberesche

 
August
Wasserschlauch

Juli
Saatmohn

 
Juni
Heidenelke

 
Mai
Wasserfeder

 
April - Lerchensporn
 
März-
Goldstern

 
Februar- Huflattich
 
Januar- Schneeglöckchen

 

 

Pflanze des Monats November – der Efeu

Fotos:Arnold
07.11.2012


Junger Efeu an einem Birkenstämmchen mit
den gefingerten Jugendblättern.
Wer im November an einer efeubedeckten Mauer oder Hauswand entlanggeht, wird sich sicher über das summende Leben in seinen Zweigen wundern. Überwiegend Schwebfliegen und auch Schmetterlingen, z. B. dem Admiral, ist noch einmal der Tisch reichlich gedeckt. Kleine, unscheinbare, gelblichweiße Blüten mit 5 Blütenblättern stehen in Dolden an aufrechten Blütenstielen. Das ist zu der Jahreszeit eine Besonderheit. Allerdings dauert es ca. 20 Jahre, bis der Efeu Blüten hervorbringen kann. Seine drei- bis fünfeckigen Blätter gehen an den Blütenzweigen in eine rautenförmige Form über.

Die reifen, blauschwarzen Beeren werden im Frühjahr gern von Singvögeln gefressen, die dadurch auch für die Verbreitung der Samen sorgen. Sämtliche Pflanzenteile sind für den Menschen giftig. Schon zwei bis drei Beeren rufen Brennen im Rachen, Durchfall, Erbrechen usw. hervor. Der Verzehr weiterer Beeren kann zum Tod führen, kommt aber seltener vor, da der sehr bittere Geschmack abschreckend wirkt. Frischer Saft der Blätter kann allergische Reaktionen auf der Haut hervorrufen.

Der Efeu (Hedera helix) gehört zur Familie der Araliaceaeen, ist ausdauernd und eine der wenigen immergrünen Pflanzen unserer Flora. Er kann als einheimische Kletterpflanze als einziger mit seinen Haftwurzeln klettern und damit erstaunliche Höhen z. B. in großen Bäumen erreichen. Mit seinen Haftwurzeln schädigt er die Bäume nicht, nur ein zu großes Gewicht könnte Probleme machen. Leider kommt es immer wieder vor, dass die Pflanze aus Unkenntnis zerstört wird. Lässt man ihn in Ruhe wachsen, kann der Efeu sehr alt werden.
Wenn kein Halt erreichbar ist, wird er auch Flächen überdecken. Ist der Bewuchs an Mauern und Wänden u.ä. dicht genug, so hört man oft das lebhafte Palaver der Sperlinge, die sich in dem schützenden Grün sehr sicher fühlen. Die Amsel baut gern ihr Nest hinein.Das natürliche Verbreitungsgebiet des Efeus erstreckt sich über ganz Europa (außer Osteuropa). In frischen Laubmischwäldern, Felsen und Mauern wird er bevorzugt angetroffen. Vor ca. 500 Jahren fand der Efeu erstmals als Zierpflanze in Gärten Verwendung. Heute sind mindestens 400 Sorten in verschiedenen Färbungen und Blattformen erhältlich.
 


Efeu in Eichen – so kennt man ihn.


Fruchtender Efeuzweig mit
rautenförmigen Blättern.

Im Kreis Steinburg ist der Efeu auf der Geest heimisch und häufig in Knicks und Wäldern anzutreffen. In der Marsch kommt er nur angepflanzt vor.

Wegen seiner heilenden Wirkung bei Bronchialerkrankungen (hauptsächlich Saponine) wurde der Efeu 2010 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt.
 
Von November bis März trifft sich die AG regelmäßig zu Arbeiten an ihrem Herbarium. Gäste sind herzlich willkommen.