Pflanze des Monats 2013
 

Dezember
Einjähriges
Rispengras

 
November
Winterschachtelhalm

 
Oktober
Wild-Apfel

 
September
Zimbelkraut

 
August
Seide

 
Juli
Ehrenpreis

 
Juni
Kleiner Vogelfuß

 
Mai
Wildtulpe

 
April
Dänisches Löffelkraut

 
März
Hungerblümchen

 
Februar
Hasel

 
Januar
Flechten


 

Pflanze des Monats 2012
 

Dezember
Stechpalme

 

November
Efeu

 
Oktober
Greiskraut

 
September
Eberesche

 
August
Wasserschlauch

Juli
Saatmohn

 
Juni
Heidenelke

 
Mai
Wasserfeder

 
April - Lerchensporn
 
März-
Goldstern

 
Februar- Huflattich
 
Januar- Schneeglöckchen

 

 

Pflanze des Monats Juni – die Heidenelke

 

 


Foto: B. Wittorf

 

Von Juni bis September blüht sie an Wegrändern und in trockenen, kalkarmen, mageren Wiesen: die Heidenelke, eine hübsche Blume,
die ihren Lebensraum und ihre Familienzugehörigkeit in ihrem Namen trägt.

Die zierliche Pflanze (10 bis 30 cm) hat schmal-lanzettliche, feinflaumig behaarte Blätter. Ihre Blüten leuchten rosa bis purpurrot.
Die fünf gezähnten Blütenblätter weisen  auf der Oberseite eine weiße Punktierung und eine dunkle Ringzeichnung auf.  

Der wissenschaftliche Name lautet Dianthus deltoides. Dianthus lässt sich übersetzen als Zeusblume und wird abgeleitet von dem griechischen Wort „Dios“ für Gott (Zeus), „anthos“ bedeutet Blume, Blüte. Der Artname „deltoides“ weist auf die delta-förmigen weißen Punkte der Blütenoberfläche und auf das griech. „eidos“ gleich Aussehen, Gestalt hin.

 

Da die Blüte der Heidenelke eine 10 bis 12 mm lange und nur zwei Millimeter breite Kelchröhre besitzt, kann sie nur von Schmetterlingen mit langem, schmalem Rüssel bestäubt werden. Dies können Tagfalter sein, die im Gegensatz zu anderen Insekten auch rote Farbtöne erkennen können (Falterblume). Ihre Samen benötigen Kälte, um zu keimen. Die Pflanze überdauert den Winter und bildet bei ausreichendem Platz und geeignetem Standort schnell lockere kleine Horste durch oberirdische Ausläufer.

 

Die Heidenelke wurde früher bei Magenverstimmungen (Brechmittel) und Fieber angewandt, da sich in den Wurzeln der Pflanze größere Mengen Triterpensaponine finden.

 

Die Heidenelke ist in ganz Europa heimisch und in Deutschland vom Flachland bis zum Hügelland verbreitet. Regional kommt sie aber nur zerstreut bis selten vor und steht deshalb unter Naturschutz. Durch intensive Nutzung der Landschaft und Stickstoffeinträge durch die Luft ist sie stark gefährdet. Die Heidenelke liebt besonders mageren Boden, selbst der Nährstoffeintrag von Hundekot bereitet ihr den Garaus. Die Loki Schmidt Stiftung hat sie zur Blume des Jahres 2012 ernannt, um auf ihre Gefährdung und die Bedrohung ihres Lebensraumes aufmerksam zu machen.

 

Im Kreis Steinburg ist die Heidenelke in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen. Zu einem der wenigen noch erhaltenen Standorte führt uns unsere Exkursion am 23. Juni 2012.

 

unsere Exkursionen im Juni

09. Juni (Vaaler Moor) 13 Uhr 30, 17. Juni (Nordoer Heide), 9 Uhr 30 und 23. Juni 2012 (Umgebung der Störkathener Heide) 13 Uhr 30, Treffpunkt an der ehemaligen Jugendherberge (Itzehoe, Juliengardeweg 13-15)