Pflanze des Monats 2013
 

Dezember
Einjähriges
Rispengras

 
November
Winterschachtelhalm

 
Oktober
Wild-Apfel

 
September
Zimbelkraut

 
August
Seide

 
Juli
Ehrenpreis

 
Juni
Kleiner Vogelfuß

 
Mai
Wildtulpe

 
April
Dänisches Löffelkraut

 
März
Hungerblümchen

 
Februar
Hasel

 
Januar
Flechten


 

Pflanze des Monats 2012
 

Dezember
Stechpalme

 

November
Efeu

 
Oktober
Greiskraut

 
September
Eberesche

 
August
Wasserschlauch

Juli
Saatmohn

 
Juni
Heidenelke

 
Mai
Wasserfeder

 
April - Lerchensporn
 
März-
Goldstern

 
Februar- Huflattich
 
Januar- Schneeglöckchen

 

 

Pflanze des Monats August  -  Wasserschlauch

 

 


Foto: Kristian Gehrken

 

Wer wüsste nicht, dass es "fleischfressende" Pflanzen gibt. Das in unserer Gegend wohl bekannteste Beispiel ist der Sonnentau, der wegen der Nährstoffarmut seines Lebensraums darauf angewiesen ist, sich die Nährsalze, die ihm der Boden nicht zur Verfügung stellt, auf andere Art und Weise zu beschaffen, indem er nämlich mit Hilfe eines klebrigen Sekrets an seinen Blättern kleine Insekten fängt und diese anschließend verdaut.

Weniger bekannt ist, dass es bei uns auch eine Wasserpflanze gibt, die zu ihrem Gedeihen auf tierisches Eiweiß angewiesen ist. Es ist der sehr seltene Wasserschlauch (Utricularia, lat., kleiner Schlauch), von dem in Europa neun und im Kreis Steinburg zwei, vielleicht drei Arten vorkommen. Die Abbildung zeigt den Verkannten Wasserschlauch (Utricularia australis).
 

Die Pflanze weist einige Besonderheiten auf, von denen allerdings die Methode, mit der sie ihre Beute fängt, die spektakulärste ist. Der Wasserschlauch schwimmt frei im Wasser und hat keine Wurzeln, über die er sich mit Nährstoffen versorgen könnte. Er besteht außerhalb der Blütezeit nur aus einem mehr oder weniger langen Spross, dessen Verzweigungen in fadenförmig zerschlitzten Blättern enden. An diesen sitzen zahlreiche nur wenige Millimeter große Fangblasen, die "Schläuche". Im Ruhezustand sind diese Blasen zusammengefaltet. Durch einen besonderen Mechanismus wird darin ein Unterdruck erzeugt. Verschlossen sind die Blasen mit einer Klappe, an deren Außenseite sich mehrere Borsten befinden. Berührt jetzt ein Beutetier (z.B. winzige Krebstiere, Insektenlarven, Rädertierchen) diese Borsten, öffnet sich ruckartig die unter Spannung stehende Klappe und die Beute wird zusammen mit dem einströmenden Wasser eingesogen. Die Klappe schließt sich und die Beute wird mit Hilfe von Verdauungssäften, die von Härchen auf der Innenseite der Blase abgesondert werden, verdaut.

 

Der Wasserschlauch kommt in moorigen Tümpeln und Gräben vor. Da er keine Schwimmblätter sondern nur Unterwasserblätter besitzt, bekommt man ihn normalerweise nur zu Gesicht, wenn er, im Juli oder August, seine hübschen gelben Blüten an senkrecht stehenden Stängeln 5 bis 10 cm über die Wasseroberfläche erhebt. Allerdings bildet die Pflanze nicht jedes Jahr Blüten aus. An schattigen Standorten blüht sie vielleicht nie und ist demzufolge noch schwerer zu entdecken. Alle bei uns vorkommenden Wasserschlaucharten stehen als "stark gefährdet" bzw. "vom Aussterben bedroht" in der Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen des Landes Schleswig-Holstein.

 

 

unsere Exkursionen im August

Sonnabend, 4. August: Magerwiese an der Bünzener Au im Aukrug, Kreis RD-Eckernförde (Leitung: Ute Reineke). 1. Treffpunkt: 13:30 Uhr Itzehoe, ehemalige Jugendherberge, Juliengardeweg 13 – 15, 2. Treffpunkt: 14 Uhr Parkplatz Sportplatz / Schwimmbad zwischen Aukrug-Innien und Bünzen

(Kontakt: Cordelia Triebstein Tel. 0172-4508448)

Sonnabend, 18. August: Moore bei Christinenthal (Leitung: Edelgard Heim). 1. Treffpunkt: 13:30 Uhr Itzehoe, ehemalige Jugendherberge, Juliengardeweg 13 – 15, ein 2.Treffpunkt wird auf Anfrage verabredet. (Kontakt: Cordelia Triebstein Tel. 0172-4508448)